Attemsgasse 38 - Rote Emma


Leistbares Wohnen, soziale Vielfalt und ökologische Innovation in der Donaustadt

Im Herzen von Kagran wird im März ein zukunftsweisendes Stadtquartier übergeben: Mit dem Projekt „Rote Emma” setzen der gemeinnützige Wohnbauträger migra und die gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft BWS neue Maßstäbe für leistbares und nachhaltiges Wohnen in Wien. Auf dem Areal des Stadtentwicklungsgebiets Attemsgasse Ost wurden insgesamt 360 geförderte Mietwohnungen errichtet, ergänzt durch 11 Geschäftslokale. migra und BWS investierten rund 87 Mio Euro, bei einer Fördersumme von ca. 35 Mio. Euro. Für die Planung der Roten Emma zeichnen die Architekturbüros Gerner Gerner Plus und AllesWirdGut verantwortlich. Als Generalunternehmer fungierte Strabag.

Lebensraum mit sozialem Mehrwert im Grätzl
Die Holzhybrid-Konstruktion zählt zu den ersten großvolumigen Wohnhausprojekten dieser Art in Österreich. Durch die gleichbleibenden Produktionsbedingungen in der industriellen Vorfertigung von Stahlbeton- und Holzmodulen konnten Prozesse und Energiebedarf optimiert, sprich CO2 reduziert werden.
Klimaschonende Bauweise gehen Hand in Hand mit einem breiten Nutzungsmix im Quartier. Die Rote Emma steht nicht nur für nachhaltiges Bauen, sondern auch für ein gelebtes Miteinander. Durch ein breites kulturelles, soziales und öffentliches Angebot leisten migra und BWS einen aktiven Beitrag zur sozialen Durchmischung und Belebung des Stadtteils.
Das Angebot reicht von der lokalen Volkshochschule als Ort der Begegnung über einen Kindergarten bis hin zu den Initiativen MO.Point – Mobilitätsservices und Leben ohne Krankenhaus (LOK) auf Bauplatz 2 in der Attemsgasse 38. Auf Bauplatz 1 in der Donaufelder Straße 200 wurde mit dem Frauenwohnprojekt ro*sa ein innovatives, frauenpolitisches Wohnmodell mit 44 Einheiten umgesetzt. Mit einer Filiale von Spar ist die Nahversorung vor Ort gesichert.

Grünes Leben im städtischen Raum
Urban Gardening, Photovoltaik, thermische Bauteilaktivierung und begrünte Balkone: Die Rote Emma ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie modernes Wohnen mit ökologischer Verantwortung kombiniert werden kann. Auf den Dachflächen entstehen Rückzugsorte mit Pergolen, gemeinschaftlich nutzbaren Gartenbereichen und PV-Anlagen, die Strom für Allgemeinflächen liefern. Namensgeberin des Projekts ist übrigens eine rotschalige Kartoffelsorte, die einst in dieser Gegend angebaut wurde – ein charmantes Symbol für die Verbindung von Tradition und Zukunft.
Neben großzügigen Fahrradabstellflächen und einer gemeinsamen Tiefgarage mit 167 Pkw-Stellplätzen im Bauplatz 2 (Attemsgasse 38) setzen die Projektpartner auch auf neue Mobilitätsformen. RM

Oliver Gerner, 1988 in Oberpullendorf im Burgenland geboren, studierte an der TU Wien und ist seit 2018 Partner des Architekturbüros GERNER GERNER PLUS. Im Jahr 2022 wurde das Team durch weitere Partnerschaften erweitert, darunter Andreas Gerner, Gerda Maria Gerner, Oliver Gerner, Matthias Bresseleers, Julia Haranza und Urška Vratarič. Seit 2025 ist Oliver Gerner Geschäftsführer der GERNER GERNER PLUS ZT GmbH.

Friedrich Passler, 1969 in Bruneck in Italien geboren, studierte an der TU Wien und gründete 1999 gemeinsam mit Andreas Marth, Christian Waldner und Herwig Spiegl das international tätige Architekturbüro AllesWirdGut mit Sitz in Wien und München.

Kerstin Robausch-Löffelmann ist technisch-operative Vorständin in der gemeinnützigen BWS-Gruppe. Die gebürtige Steirerin setzt ihren Schwerpunkt auf die Entwicklung langfristiger Strategien im Bereich nachhaltiges Bauen und Sanieren. Robausch-Löffelmann ist Ziviltechnikerin und Immobilientreuhänderin mit einer über 30-jährigen Erfahrung in der Bau- und Immobilienbranche.

Alfred Petritz, geboren 1973 in Klagenfurt/Kärnten, studierte Architektur an der TU Graz und legte 2007 die Ziviltechnikerprüfung für das Fachgebiet Architektur ab. Seit 2015 ist er technischer Geschäftsführer der MIGRA Gemeinnützige Wohnungsges.m.b.H.