DC Flats


Zwischen Hochhäusern, Hochgarage und Schallschutzwand lag auf der Donauplatte ein letztes Restgrundstück, dessen verwinkelter Zuschnitt lange als kaum bebaubar galt. Der Entwurf reagiert mit einem unregelmäßig konturierten Baukörper, der sich aus den baulichen Randbedingungen und den Schattenwürfen gegenüber der Nachbarschaft ableitet.

​Der Neubau umfasst Wohnungen zwischen 45 und 90 m², deren Formate mit der Gebäudehöhe wachsen. Drei darunterliegende Geschoße einer Hochgarage dienen als Sockel, erfüllen die Stellplatzanforderungen und binden an bestehende Garagen an. Die tragende Struktur verläuft entlang der Fassade und um den zentralen Kern, entlastet die Geschossflächen von Einbauten und erlaubt flexible Grundrissanpassungen; die Bauteilaktivierung bleibt damit voll nutzbar.

​Eine modular aufgebaute Gebäudehülle fasst den fünfeckigen Körper. Jedes Fassadenelement integriert ein französisches Fenster und vorgelagerte Schiebeläden für Sonnen-, Blend- und Verdunkelungsschutz. Die individuelle Stellung der Läden bildet das soziale Leben im Haus ab und setzt einen lebendigen Kontrast zur strengen Fassadengeometrie, sodass die Fassade im Stadtraum täglich ein neues Bild zeigt. AP

Die modular konzipierte Fassade der DC Flats übersetzt statische, funktionale und energetische Anforderungen in ein prägendes äußeres Erscheinungsbild. Realisiert als Elementfassade mit WICONA-Fenstersystemen integriert jedes Element ein französisches Fenster und Schiebeläden, die den wandelbaren Charakter der Gebäudehülle im Alltag sichtbar machen. Alle Systeme bestehen aus Hydro CIRCAL 75R mit mindestens 75 Prozent End-of-Life-Rezyklat und verankern Zirkularität als zentralen Bestandteil des ressourcenschonenden Gesamtkonzepts. Söllinger

András Pálffy (* 1954 in Budapest) studierte Architektur an der TU Wien.
2001 - 2002 Gastprofessur an der Kunstuniversität Linz. 2003 - 2020 Professur an der Abteilung für Gestaltungslehre und Entwerfen an der TU Wien, 2012 - 2019 Vorstand des Instituts für Architektur und Entwerfen. 2022 - 23 Professur Atelier Pálffy an der Accademia di Architettura di Mendrisio USI/CH. 2007 - 2014 Präsident der Vereinigung bildender KünstlerInnen Wiener Secession.
1988 Gründung des gemeinsamen Büros Jabornegg & Pálffy.
Die Auseinandersetzung mit historischen Raumgefügen bildet einen spezifischen Schwerpunkt des Büros Jabornegg & Pálffy. Die Bandbreite der Um-, Erweiterungs- und Neubauprojekten reicht von Museums-, Büro- und Hotelbauten bis zur der Neustrukturierung von Stadträumen.

Jörg Meiche (*1977 in Salzburg) begann 1999 seine berufliche Laufbahn als Techniker bei der damaligen Danninger (Metall und Technik) GmbH, die zum Jahrtausendwechsel als Hydro Danninger GmbH firmierte. Parallel absolvierte er ein berufsbegleitendes Studium der Wirtschaftswissenschaften und verfasste seine Diplomarbeit zum Thema Building Integrated Photovoltaics (BIPV). Seit 2016 ist er in leitenden Positionen bei der Hydro Building Systems Austria GmbH tätig – zunächst als Prokurist und Vertriebsleiter und seit 2025 als alleiniger Geschäftsführer.