Quartier Seecarré: Fit für morgen
Das Projekt verbindet zukunftsorientierte Architektur mit sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit. Flexible, ressourcenschonende Bauweisen schaffen ein lebendiges, anpassungsfähiges Wohnumfeld für Bewohner:innen in unterschiedlichen Lebensphasen. Gemeinschaftliche Freiräume, Low-Tech-Lösungen und langlebige Materialien stärken Resilienz, Klimaschutz und soziale Teilhabe.
Drei Geschwistergebäude bilden einen klaren Blockrand. Zwei besondere Baukörper ergänzen sie: der Solitär am Quartiersplatz und das „Haus der vielen Möglichkeiten“. Der Solitär öffnet sich selbstbewusst in alle Richtungen, während ein transparenter Sportsockel die Durchlässigkeit des Superhofs erhöht. Gezielt gesetzte Öffnungen und kommunikative Plaudertaschen verbinden Straße und Hof, fördern Austausch und schaffen eine luftige, lebendige Hofsituation.
Offene Hauseingänge und terrassierte Sockelgebäude fördern permanente Durchlüftung und verbessern das Mikroklima. Offene Laubengänge ermöglichen quer- und durchlüftbare Wohnungen und stärken das nachbarschaftliche Miteinander. Die Grundrisse gestalten sich flexibel: Beidseitig belichtete Zimmer mit zwei Zugängen passen sich durch Schiebewände oder Möbel einfach veränderten Lebenssituationen an.
Mehrseitig belichtete Räume, natürliche Wärmespeicher wie Ziegelwände, feuchtigkeitsregulierender Lehmputz sowie sichtbare Holzdecken und -böden sorgen für klimafit Wohnen. Großzügige Freiräume mit Balkonkraftwerken erweitern den Wohnraum ins Freie.
Vielfältige Grünflächen kühlen, filtern und laden zur Erholung ein, stärken Gesundheit und Aktivität. Spiel- und Sportangebote konzentrieren sich am nördlichen Platz und im Klima-Aktiv-Wäldchen des Erdgeschosses. Dachflächen bieten Urban-Gardening-Bereiche, Erholungsnischen und Spielmöglichkeiten für Kleinkinder. Unterschiedliche Baumpflanzungen, sickerfähige Beläge und sonnig-schattige Zonen sichern hohe Aufenthaltsqualität ganzjährig, während Nebelbänder an heißen Tagen zusätzliche Kühlung schaffen.
Paul Preiss, geb. 1972 in Wien. Studium der Architektur an der TU Wien, Diplom 2001 bei Walter Cernek. 2004 Gründungsmitglied der g.o.y.a. ZT GmbH. Schwerpunkt Wohnbau und Bildungsbauten, aktiv in Gestaltungsbeiräten und Architekturjurys.
Bernhard Weinberger, geboren 1966 in Linz. Studium an der Uni Wien (Kunstgeschichte) und an der TU-Wien (Architektur, Diplom 2000). Mitarbeit in verschiedenen Architekturbüros in Wien und Berlin. Bis 2018 Lehrauftrag am Institut für Wohnbau der TU Wien. 2014 Gründungsmitglied wup ZT GmbH, seit 2020 Geschäftsführung WUP architektur. Tätigkeit in Beiräten und Architekturjuryen.
Ivan Blagojević, geb. 1986 in Banja Luka (BiH). Architekturstudium an der Uni Banja Luka, Hochschule Luzern (CH), und der TU Wien. Mitarbeit in Architekturbüros in Luzern und in Wien. Seit 2018 bei Neues Leben. Abteilungsleitung Technik Neubau.
Stefan Haertl, geb. 1970 in Wien, studierte Bauingenieurwesen an der TU und arbeitete anschließend als Bauleiter. Er ist seit 2005 im gemeinnützigen Wohnbau tätig und seit 2022 Geschäftsführer der Gemeinnützige Wohn- und Siedlungsgesellschaft SCHÖNERE ZUKUNFT, Gesellschaft m.b.H.
https://www.goya.at/
https://wup-architektur.com/
www.wohnen.at
https://www.sz.at/