Sport Arena Wien


Mit der Sport Arena Wien errichtet die Stadt Wien einen Meilenstein im multifunktionalen Sportstättenbau. Zwischen Donau, Prater und Ernst-Happel-Stadion entstand am Standort des ehemaligen Ferry-Dusika-Stadions ein hochmodernes, vielseitiges Sportzentrum, das Raum für unterschiedlichste Sportarten unter einem Dach bietet. Durch die in Ebenen angeordneten Sportbereiche konnte bei gleichzeitiger Reduktion der versiegelten Fläche eine Verdreifachung der Sportnutzfläche erreicht werden. Somit stehen 13.600 m² für den Breiten- und Spitzensport in Wien zur Verfügung. Die Sport Arena Wien ist ganzjährig nutzbare Trainingsstätte und Veranstaltungsort. Der Schwerpunkt liegt auf dem Trainingsbetrieb, gleichzeitig bietet sie optimale Voraussetzungen für Veranstaltungen. Als Herzstück der Anlage bietet die Ballsportarena Platz für bis zu 3.000 Besucher*innen. Separate Zugänge ermöglichen eine simultane Nutzung der verschiedenen Bereiche als Trainings- und Veranstaltungsstätte. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Nachhaltigkeit: das Gebäude wird durch ein innovatives Energiekonzept mit Geothermie, PVT-Anlage und Bauteilaktivierung nahezu energieneutral betrieben.
Die Sport Arena Wien liegt eingebettet in einen differenzierten Grünraum. Alle Sportbereiche haben direkte Sichtbeziehungen zum umgebenden Grün. Die Freiraumgestaltung, mit ihrem großzügigen Vorplatz entlang der Stephanie-Endres-Straße, setzt auf nutzbare Flächen und bildet im Zusammenspiel mit dem vorgelagerten Park entlang der Meiereistraße ein gedankliches Ganzes. Durch die direkte Anbindung an die U-Bahn-Linie U2 (Station Stadion) und weitere öffentliche Verkehrsmittel ist die Sport Arena Wien gut erreichbar. Mit dem angrenzenden Fernbusterminal bildet die Arena zukünftig eine neue urbane Einheit.
Das Gebäude vereint Ballsportarena, Kunstturnhalle, Leichtathletikhalle und einen Cardio- und Kraftbereich in einem kompakten Volumen. Aus der inneren räumlichen Komplexität entstand ein klar strukturierter, horizontal gegliederter Baukörper. Große Glasflächen schaffen Transparenz, ermöglichen Sport bei Tageslicht und öffnen das Gebäude zum umliegenden Grünraum. Auch im Inneren sorgen Blickbeziehungen und durchlässige Strukturen für Offenheit und Orientierung, wodurch die unterschiedlichen Sportbereiche räumlich und funktional vernetzt werden. Unter dem Leitgedanken der verbindenden Transparenz entsteht ein offenes Haus für den Sport, bei dem das Gemeinsame im Vordergrund steht.

Christoph Karl, 1964 in Wels geboren, studierte Architektur an der TU Wien. Nach Stationen bei Ernst Hoffmann sowie Peichl & Partner ist er seit 1995 selbständig, lehrte an der TU Wien und arbeitet seit 2002 mit Andreas Bremhorst zusammen.

Stefan Jirsa, 1974 in Wien geboren, studierte Architektur an der TU Wien und der IUAV Venedig. Nach Mitarbeit bei Patricia Zacek ist er seit 2008 bei Karl und Bremhorst Architekten tätig und war Projektleiter der Sport Arena Wien.

Philipp Köfer leitet den Fachbereich für Sportinfrastrukturprojekte bei der WIP Wiener Infrastruktur Projekt GmbH und verantwortet die Entwicklung, Planung und Umsetzung zukunftsorientierter Sportstätten wie die Sport Arena Wien.