Samstag, 4. März | 13:45

Quartiershaus „Am Stadtbalkon”


Ein Ort für gemeinschaftliches Wohnen und kooperatives Arbeiten
Durch synergetisches Teilen und Nutzen will das Quartiershaus „Am Stadtbalkon” Räume für gemeinschaftliches Wohnen und kooperatives Arbeiten in einer besonderen Balance zwischen Individualität und Gemeinschaft anbieten.

Wohnen und arbeiten – Zusammenleben in allen Lebensphasen
Das Gebäude besteht aus zwei Baukörpern, dem „Clusterhaus” und dem „Wohngruppenhaus”, die durch eine gewerblich genutzte „Stadtsockelzone” verbunden sind. Neben Wohnungen, Büros und Werkstätten stehen den Nutzer:innen umfangreiche Gemeinschaftseinrichtungen und vielfältige Freiraumangebote zur Verfügung. Wohnungen für Wohnformen außerhalb des klassischen Familiensystems bilden dabei einen Schwerpunkt.
Das Clusterhaus beherbergt neben Wohnungen und Büros auch drei „Wohncluster”, welche mehrere autarke, mit Bad und Kleinküche ausgestattete Studios, gemeinschaftlich genutzte Wohnküchen und frei gestaltbare Gemeinschaftsflächen zu einer zeitgemäßen Wohngemeinschaft verbinden.
Raumhöhen von bis zu 4,2 m erlauben in unterschiedlichen, mieterseitigen Ausbau- bzw. Möblierungsvarianten die Expansion in die Vertikale. Das Wohngruppenhaus wurde mit und für die „Wohngruppe am Stadtbalkon” geplant. Eine Vielzahl unterschiedlicher, für die Wünsche und Anforderungen der zukünftigen Bewohner:innen entwickelten Wohnungstypen werden über eine offene, kommunikative Erschließung als Nachbarschaftsraum verbunden. Im Dachgeschoß sind Kleinwohnungen untergebracht, die an Personen mit kurzfristigem Wohnbedarf vermietet und in die Hausgemeinschaft integriert werden.
Die Stadtsockelzone mit Stadtwerkstatt richtet sich an Unternehmer:innen, die nach gemeinsamer Nutzung von (Produktions-)Infrastrukturen in einem kommunikativen und innovativen Arbeitsumfeld suchen. Der darüberliegende Stadtbalkon verbindet die beiden Gebäudeteile und vernetzt alle Nutzungen und Funktionen im Freiraum. Von hier eröffnen sich neue Perspektiven auf die Promenade und die junge Stadt.
M.P. | P.R.

Mario Paintner, geb. 1973 in Klagenfurt. Studium an der TU Wien und der TU Delft, Niederlande. Mitarbeit in verschiedenen Architektur- und Stadtplanungsbüros. 2002 Gründung von feld72 gemeinsam mit Anne Catherine Fleith, Michael Obrist, Richard Scheich und Peter Zoderer.

Paul Rajakovics, geb. 1963 in Bruck/Mur, Steiermark. Studium an der TU Graz. 2001 Dissertation bei Joost Meuwissen. 1999 Gründung von transparadiso mit Barbara Holub als transdisziplinäre Praxis zwischen Architektur, Städtebau, Kunst und urbanen Interventionen. Lehrt an der TU Wien und seit 2022 an der HBK Braunschweig (Transformationsdesign). Redaktionsmitglied von dérive seit 2002. Otto Wagner Städtebaupreis 2007, Österreichischer Kunstpreis 2018 für bildende Kunst.