Samstag, 7. März | 19:30

SeniorInnenwohnhaus Nonntal


Eine ausgedehnte Parklandschaft mit Blickkontakt zur Hohensalzburg, mittendrin ein gut 100-jähriges denkmalgeschütztes „Versorgungsheim”, in dessen Nahbereich ein neues Wohnkonzept für SeniorInnen umgesetzt werden sollte, zeichnet den besonderen Bauplatz aus. Überlegungen bezüglich Denkmalpflege und Landschaftsschutz schränkten den gestalterischen Spielraum im 2014 ausgelobten Wettbewerb stark ein.

Die Entwurfsidee hatte eine angenehme, wohnliche Atmosphäre zum Ziel; möglichst viele Zimmer sollten vom Blick in den Park profitieren. Peripher angeordnet, fächern sich die Zimmer um die zentral gelegenen Gemeinschaftsräume, deren Gefüge ein spannungsreiches Wegesystem bietet.

Der Versuch, im dreiseitig umbauten Hof des auf seine Grundfigur rückgeführten Bestandsgebäudes eine Grundrisslösung zu finden, welche die innenräumlichen Anforderungen bestmöglich erfüllt, führte zu einer neuen Typologie, die sowohl für die BewohnerInnen als auch für die Betreuung optimale Verhältnisse bietet. Das Raumprogramm verteilt sich übersichtlich auf sechs Geschoße: ein bedienendes Untergeschoß, das Erdgeschoß mit Allgemeinräumen und Verwaltung sowie vier über das Erdgeschoß auskragende Ebenen mit paarig angeordneten Hausgemeinschaften.

Der aus zwei Einheiten zusammengesetzte freie Grundriss erzeugt eine fragmentierte Volumetrie, deren wahre Dimension sich den Betrachtenden entzieht. Die Dynamik der kontinuierlichen Fassadenabwicklung kontrastiert mit der Monumentalität des Bestandes.

Zwischen den beiden Objekten spannt sich, im Kontrast zum Park, ein urbaner Platzraum auf.
S.G. | B.M.

Sonja Gasparin, geb. 1952 in Villach. Studien: Kunsterziehung, Architektur an der Akademie der bildenden Künste Wien.

Beny Meier, geb. 1954 in Effretikon, Schweiz. Studien: Architektur an der Akademie der bildenden Künste Wien und der IUA Venezia, Bühnenbild an der Accademia di Belle Arti die Venezia.

Atelier Gasparin Meier seit 1989.