Vorträge nonstop im RadioKulturhaus Wien. Samstag, 20. März 2004. 12.30 bis 22.00 Uhr.
Kloster Und 1640/2003

archiguards
Martin Scharfetter
Delugan_Meissl
Geiswinkler & Geiswinkler
Patricia Zacek
Nasrine Seraji
fasch&fuchs.
Tschapeller/Schöffauer
Leeb Condak Grundmann
Riepl Riepl Architekten
Eichinger oder Knechtl
Markus Pernthaler
Steinmayr & Mascher
Riegler Riewe
Klaus Kada


 
Das Kloster Und wurde nach einem Brand im Jahr 1656 als Kapuzinerkloster neu errichtet und 1807 zum Truppenspital umgebaut. Das Ziel unserer architektonischen Neugestaltung war die Klärung der Struktur des Gebäudes, die im Laufe der Zeit immer mehr verwischt worden war, sowie die Aufwertung der historischen Substanz des Klosters Und. Besonders wichtig war es uns, die ursprünglichen und noch vorhandenen historischen Gebäudeteile möglichst unangetastet zu lassen, jedoch später Hinzugefügtes und Verunklärendes zu entfernen.

Gemeinsam mit dem Bundesdenkmalamt konnten überzeugende Lösungen für den neuen Eingangsbereich und das große Stiegenhaus gefunden werden. Alle baulichen Eingriffe, die im Zuge der Neugestaltung entstanden sind, heben sich deutlich vom historischen Gebäude ab, um - im Sinne einer klaren Erkennbarkeit - die Geschichte des Gebäudes wieder für jeden Besucher nachvollziehbar zu machen. Durch die Konzentration auf klare, einfache Materialien (schalreiner Beton, gekalkte Wände, geräucherte Eichenmöbel, Glas, Aluminium) konnte trotz des engen budgetären Rahmens ein neues Ganzes geschaffen werden, das die vielen neuen Nutzungen - Vinothek Noitz, Restaurant Mörwald, großer Gastgarten im Innenhof, neue Seminarräume im Obergeschoss, Tourismusverband, neue Galerieräume im Untergeschoss, Lift, neue Zugänge zum Untergeschoss und ein großer Dachraum - in ein "akzidentistisches" (Josef Frank) Gesamtensemble einbindet.
eok.

"Die Architekten und Designer Gregor Eichinger und Christian Knechtl haben bei ihrer Suche nach neuen ästhetischen Erfahrungen das Gebiet der Architektur immer wieder ausgeweitet oder sogar verlassen und aus der Kunst, dem Design, der Biochemie, der Wissenschaftsgeschichte, den Gesellschaftswissenschaften und der Musik immer wieder wesentliche Inhalte in ihre Arbeiten integriert und erweisen sich damit als Kulturarbeiter im weitesten Sinn. Für diese Entwicklung scheint mir nicht unwichtig, dass sie sich den Architekturdrillanstalten entzogen und ihren Ausbildungsweg durch die Praxis eigenständig gewählt und bestimmt haben ..."
Walter Zschokke

Gregor Eichinger, geb. 1956 in Oberösterreich. Architekturstudium, lebt in Wien.
Christian Knechtl, geb. 1954 in Niederösterreich. Architekturstudium, lebt in Niederösterreich.

Gemeinsames Büro seit 1976.
Realisiert wurden in jüngster Zeit u.a. die Gestaltung der Designausstellung in New York, Melbourne und Brisbane (2003), die Neugestaltung des Kirchenplatzes in Herzogenburg (2002), das Cafť-Restaurant "Halle" im Wiener Museumsquartier (2002), das Cafť-Restaurant "Palmenhaus" im Wiener Burggarten (1999) und die Neugestaltung des Jüdischen Museums in Wien (1996).
Das Büro wurde u.a. mit dem Staatspreis für experimentelle Tendenzen in der Architektur 1991 ausgezeichnet.


Weiterführende Links:
www.eok.at
Projektliste der Architekten in der nextroom architektur datenbank

   
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